Sinn

Begegnungskunst zieht sich als umspannendes Thema meiner zahlreichen Interessenfelder und meines Angebots durch mein Leben.

Weltkontakt

Schon als Kind beschäftigte ich mich intensiv damit, wie wir als Menschen zur Welt stehen. Warum wir mit ihr so umgehen, wie wir es tun, und wie wir es besser machen könnten. Mein Umweltengagement mündete schließlich in mein Politikwissenschaftsstudium, das innere Ziel vor Augen, den Kontakt zwischen Mensch und Welt besser zu verstehen und konstruktiver gestalten zu wollen.

Zwischenmenschlicher Kontakt

Als zweite, sehr konkrete Ebene kam früh die Frage der zwischenmenschlichen Beziehungen dazu. Mit denen hatte ich es nämlich nicht gerade leicht. Nicht nur die vielen Umzüge, sondern auch meine ausgeprägten eigenen Ansichten und mein völlig aus der Norm fallender persönlicher Stil, vor allem aber mein Mangel an „Eingeschwungen sein“ in die sozialen Systeme um mich herum, machten es mir als Kind und Jugendliche wirklich schwer, dazuzugehören. Zwischenmenschliche „Begegnungskunst“ war unweigerlich real an zahlreiche Ängste und Hürden geknüpft.

Selbstkontakt

Mein stolzer Versuch, mir selbst treu zu bleiben und quälende Schuldgefühle, wenn ich mich in sozialen Bezügen für mein Gefühl mal wieder „daneben benommen“ hatte, brachten mir nach und nach den dritten Aspekt der Thematik nah: Der innere Selbstkontakt schien nicht nur die Folge früherer Bindungserfahrung zu sein, sondern auch die Ursache für das Gelingen oder Misslingen sozialer Interaktion.

Zusammenhang

Und vielleicht gibt es ja sogar einen Zusammenhang zwischen der Art, wie liebevoll wir uns selbst und einander sehen und wie respektvoll wir mit uns selbst und mit anderen umgehen und der Art, wie wir mit Natur und Umwelt als Einzelperson, aber auch als Menschheit verantwortungsvoll und respektvoll oder eher beherrschend und ausbeutend umgehen?

Theoretischer Hintergrund

Ich hoffe, das erklärt einführend, warum es mir nie nur um die gesellschaftliche Ebene der Politikwissenschaft ging, sondern immer auch um die anderen Bezugsebenen menschlichen Miteinanders. Auch in meiner Diplomarbeit stand die Verschränkung dieser Themengebiete im Fokus: Konkret untersuchte ich, wie die Aktualisierung eigener Identitätsbilder die persönliche Handlungsfreiheit erweitern kann. Wie das Selbstverhältnis mit demokratischer Handlungsfähigkeit zusammenhängt.

Praktischer Hintergrund

Ein Autounfall Anfang des Studiums lehrte mich, mein körperliches und emotionales Wohlbefinden viel besser kennenzulernen. Ich verfeinerte meine Körperarbeitstechniken (schon als Jugendliche hatte ich auf dem Pausenhof die Nacken meiner Mitschüler massiert) und entwickelte schließlich meine ganz eigene Art der Massage-Körperarbeit. Über Jahre hinweg entwickelte ich Imaginationsübungen zur Selbsterforschung. Darauf folgten zahlreiche persönliche Begleitgespräche für Menschen aus unterschiedlichen Kontexten. Meine Methoden entwickelten sich weiter, um die Fäden aufzudröseln, Situationen greifbar zu machen – und damit für Lösungen zu öffnen.

Fazit

Meine Methoden sind über Jahre hinweg gewachsen, durch unzählige Selbstreflexionsschleifen gegangen und haben gemeinsam, dass sie sich alle irgendwie darum drehen, wie wir Menschen eigentlich zu uns selbst, einander und der Welt in Kontakt stehen – daher nennt sich mein Angebot Begegnungskunst. Nicht, weil mir das perfekt gelingen würde, sondern, weil es eine spannende und kunstvolle Herausforderung ist, die sich lohnt. Für sich selbst und die Welt. Zumindest hoffe ich das.